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Stadtentwässerung Glückstadt
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25348 Glückstadt
Tel.: 04124-6085-0
Fax: 04124-6085-29
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Sommer 2007 

Kanäle werden gespült 
In den nächsten Monaten ist in Glückstadt Nord wieder unser Saug- und Spülfahrzeug präsent. Wir spülen die Schmutzwasserkanäle. Um an die Schächte heranzukommen, müssen wir die Anwohner teilweise bitten, Ihre Fahrzeuge vorübergehend woanders zu parken. Auch die Durchfahrt kann vorübergehend behindert sein. Wir bitten dies zu entschuldigen. Immer wieder kommt es vor, dass durch den entstehenden Überdruck während der Spülung Wasser aus der Toilette austritt. Dann hat es die sanitäre Anlage nicht geschafft, den Überdruck über die Dachentlüftung oder den Kontrollschacht auszugleichen. Vielleicht ist die Dachentlüftung defekt, oder es sind nicht alle Leitungen angeschlossen, oder der Kontrollschacht ist verdeckt. Weiterhin kann es zu Geruchsbelästigungen kommen, weil das Wasser aus dem Geruchsverschluss herausgesaugt wurde. Betätigen Sie die Wasserhähne und Toilettenspülung und füllen Sie Wasser in Bodenabläufe, dann ist der unangenehme Geruch schnell verschwunden.

29.11.2007

Verbandsversammlung am 13. Dezember 2007 

Um 18.00 Uhr, im Neubau der Stadtwerke, 1. Stock, erwarten wir Sie zur nächsten Verbandsversammlung der Stadtentwässerung. Die Tagesordnung beinhaltet Berichte über den Stand der Baumaßnahmen und des Kanalsanierungsprogramms. Aus dem Bereich des Klärwerkes wird über die wasserrechtliche Erlaubnis und über die Schlammbehandlung auf der Kläranlage informiert. Ein weiteres Thema ist der Zustand der Straßenabläufe. Die neue Internetseite wird vorgestellt. Beschlüsse sind geplant für den Wirtschaftsplan, die Gebührenkalkulation und die damit verbundene Satzungsänderung. Angepasst werden die Gebührensätze für Niederschlagswasser, dezentrale Entwässerung und Industrieabwasser. Ebenfalls geändert werden soll die Verbandssatzung in Bezug auf die Bestimmungen für die Bekanntmachung von Satzungen. Um die Untersuchung von Grundstücksentwässerungsanlagen im Rahmen von Kanalsanierungsprojekten zu ermöglichen, wird die Abwassersatzung geändert.

 16. Oktober 2007

Wir bauen für Sie: Die Kanalsanierung in der Königstraße liegt genau im Zeitplan. Nach dem Abschnitt Am Fleth bis Reichenstraße wurde jetzt der Abschnitt Reichenstraße bis Ballhausstraße in Angriff genommen. Hier werden zunächst die Versorgungsleitungen erneuert, was eine Nutzung der Straße zum Teil noch ermöglicht. Der Kanalbau wird dann im Januar/Februar 2008 folgen. Er zieht zum einen eine Vollsperrung nach sich, zum anderen werden hier auch Forschungsarbeiten in der Grundstücksentwässerung nötig, um sicher zu stellen, dass alle vorhandenen Leitungen richtig angeschlossen werden. Innerhalb einer Baumaßnahme lässt sich hier einiges aufdecken und optimieren.  Kanäle werden dieses Jahr noch in Butendiek saniert. Ein spezielles Konzept zeigt auf, wie mit Reparaturen und Inliner die Funktionalität der Kanäle gesichert werden kann, bis die Kanäle tatsächlich abgängig sind. In diesem Jahr werden wir die Kanäle in den  Hauptzufahrtstraßen Bürgermeister-Schinkel-Straße und Im Pling mit Inlinern versehen. Bei diesem Verfahren wird ein flexibler, weicher Schlauch in den Kanal eingebracht und mit Druck an die Kanalwand gepresst. Nach der Aushärtung des Materials haben die alten Risse keine Chance mehr auf Wachstum. Der Auftrag wurde vergeben. Die Arbeiten sollen in der zweiten Novemberwoche beginnen.  Die Erneuerung der Pumpen in den Pumpwerken Fortuna-Bad und Janssenweg und die damit verbundenen Umschlussaktionen sind abgeschlossen. Jetzt werden im Pumpwerk am Fortuna-Bad noch Malerarbeiten durchgeführt und die Lüftung überprüft. Im Pumpwerk am Janssenweg sind noch ein paar alte Leitungsabschnitte übrig geblieben. Da die Erneuerung der Pumpen in Zusammenhang mit Pumpwerk Fortuna-Bad unumgänglich aber nicht eingeplant war, werden die Restarbeiten in das Jahr 2008 verschoben.   Bei den Pumpwerken An der Chaussee (neben Skerswetat) und im Tegelgrund (neben Star-Tankstelle) ist schon länger ersichtlich, dass die beiden nicht wirklich zusammenarbeiten. Im Gegenteil, das eine lässt das andere nicht (fördern). Die Folge ist hoher Verschleiß und häufige Störungen. Die Pumpentechnik wird daher erneuert, natürlich optimal aufeinander abgestimmt. Das Pumpwerk Tegelgrund wird zukünftig selbständig auf die Druckleitung fördern. Die Arbeiten wurden beauftragt es wird noch im Oktober begonnen. Sehr zur Freude unseres Störungsdienstes, der schon leicht allergisch auf die Meldungen des Pumpwerkes An der Chaussee reagierte.  Der Abfluss des Regenwassers darf nicht außer Acht gelassen werden. Das Schöpfwerk am Rhin  liegt am Ufer direkt an der Brücke neben dem Gelände der ehemaligen Feuerwehr der Papierfabrik. Das Regenwasser der Innenstadt läuft über den Sandfang neben der Feuerwache der Stadt (der Bauzaun unter der Trauerweide) im freien Auslauf in den Rhin. Bei hohem Wasserstand wird das Wasser über besagtes Schöpfwerk in den Rhin gepumpt. Sowohl der Sandfang als auch das Schöpfwerk müssen saniert werden. Zurzeit werden alternative Standorte für den Sandfang überprüft.  Und was machen wir nächstes Jahr?Natürlich werden zunächst die Arbeiten in der Königstraße vorangebracht, aber wir sanieren auch noch die Kanalisation in der Kapaunenstraße. Eine Maßnahme, die dem Sanierungsprogramm folgt. Dieses Jahr wird die Erneuerung der Leitungen geplant. Ein Ingenieurbüro hat die Arbeiten fast abgeschlossen. Eine erste Anliegerversammlung findet im November statt. Gleich im  Frühjahr werden noch Reparaturarbeiten bzw. Kanalerneuerungen in der Schwanenstraße durchgeführt. Rechtzeitig, bevor die Stadt einen neuen Straßenbelag einbaut.  Wir halten Sie auf dem Laufenden. 

16.07. 2007 

Verbandsversammlung am 12.07.2007, um 19.00 Uhr, im Ratssaal 

Nachdem die Mitglieder der Verbandsversammlung sich bei einer Rundfahrt von gelungenen Baumaßnahmen überzeugen und die zukünftigen Baustellen besichtigen konnten, war der Jahresabschluss 2006 Thema in öffentlicher Sitzung.  

Um das erfreuliche Ergebnis vorwegzunehmen. Der Jahresabschluss schloss insgesamt mit einem Überschuss von 167.407,10 EUR ab. Hiervon entfallen auf die Sparte private Niederschlagswasserbeseitigung 2.829,54 EUR, auf die Sparte zentrale Schmutzwasserbeseitigung 161.562,71 EUR und auf die dezentrale Schmutzwasserbeseitigung (Hauskläranlagen) 606,22 EUR. Die genannten Beträge werden der Rückstellung aus Gebührenüberschüssen zugeführt und stehen dem Gebührenzahler zur Deckung von Defiziten oder zur Gebührensenkung zur Verfügung. Die verbleibenden 2.408,63 EUR stehen der Stadt Glückstadt zu, als Zinsen für das eingebrachte Eigenkapital. 

Für die Niederschlagswasserbeseitigung war ursprünglich für das Jahr 2006 eine Entnahme aus der Rückstellung aus Gebührenüberschüssen von rd. 75 TEUR geplant. Ab 2007 wurde die Niederschlagswassergebühr erhöht. Optimierungen und eine gute Finanzplanung führten dazu, dass im Jahre 2006 die Rückstellung noch nicht in Anspruch genommen werden musste, so dass zumindest eine weitere Gebührenerhöhung im Jahre 2008 nicht erkennbar ist.  

Die Gebühr für die Schmutzwasserbeseitigung konnte zum 1.1.2007 gesenkt werden. Durch den Überschuss von 161 TEUR aus dem Jahresabschluss 2006 scheint gesichert, dass die niedrige Gebühr im Jahre 2008 gehalten werden kann.  

Neben dem Jahresabschluss waren noch die Konsequenzen aus einem Urteil des Verwaltungsgerichtes ein Thema der Versammlung. Problem war hier die Erstellung und Versendung von Gebührenbescheiden durch den Privatbetrieb Stadtwerke Glückstadt GmbH. Hier werden bis zum Jahresende verschiedene Lösungsmöglichkeiten untersucht. Favorisiert wird bisher die weitere Zusammenarbeit mit der Stadtwerke Glückstadt GmbH. Allerdings muss der Aufwand für den Informationsfluss und die Kontrolle durch die Stadtentwässerung erhöht werden.

Positiv berichtet werden konnte über den Umschluss des südlichen Stadtteiles zur Kläranlage Nord. Da sich durch den Wegfall der Lintersproduktion die Preise für die Abwasserreinigung in der Kläranlage Süd verdoppelt haben, hat der Umschluss zum 30.06.2006 zu erheblichen Einsparungen geführt. Die Mehrkosten in der Kläranlage Nord durch das zusätzliche Abwasser sind vergleichsweise gering.  

Kurz vor Ende der Sitzung haben die Mitglieder der Verbandsversammlung eine Änderung der Satzung über die Erhebung von Verwaltungsgebühren beschlossen. Hier sind die Gebühren für die Genehmigung und die Abnahme von Neuanschlüssen erhöht worden.  

Im Dezember findet die nächste planmäßige Sitzung der Verbandsversammlung statt. Hier wird es hauptsächlich um den Wirtschaftsplan 2008 und damit um die Gebührenhöhe ab 1.1.2008 gehen.                                          

12. Juni 2007

Wir bauen für Sie: 

Jetzt wo sich viele Baustellen dem Ende nähern, können die nächsten anlaufen. Die Größte wird dieses Jahr die Kanalsanierung in der Königstraße, die wohl Mitte Juli beginnen kann. Ende Juni wird in einer Bürgerversammlung über die Maßnahme informiert.  

Die Sanierung des Schöpfwerkes in Butendiek ist fertig. Ein zweckmäßiger, aber auch ansehnlicher Bau, der unsere Pumpen schützt. Die Lichtkuppeln auf dem Dach sorgen dafür, dass wir die Pumpen aus dem Bau auch wieder herauskriegen. Die Rechenanlage mit den dazugehörigen Außenanlagen ist fertig. So langsam erstrahlt das ganze Gelände in neuem Glanz. Leider lässt der Zaun auf sich warten, er kann wohl erst Mitte Juli geliefert werden. Schade. 

Auch die Arbeiten am Pumpwerk in der Nordmarkstraße nähern sich dem Ende.Es ist wirklich erstaunlich, dass aus dem Knäuel der verschiedenen Arbeiten und Firmen doch noch ein zusammenhängendes Bauwerk wird. Auf so engem Raum ist es auch schwierig, die Elektroanlagen zu erneuern und Kernbohrungen für Kabel und Rohrdurchführungen zu machen, wenn eigentlich der Beton saniert und gestrichen werden soll und zwischendrin dann noch Platz für eine Lüftungsanlage gefunden werden muss. Dieser Herausforderung musste die Toilettenanlage nun weichen. Denn letztendlich muss der Filter der Lüftungsanlage auch problemlos gewechselt werden können. Das Material für den Filter ist schwer und muss zweimal im Jahr ausgetauscht werden. Gerade immer wieder kehrende Wartungsarbeiten erfordern eine bedienungsfreundliche Bauweise um langfristig wenig Personal und Zeit zu binden. Da hat eine Toilette halt keine Chance. Echt schade, schließlich leben wir von möglichst vielen Toilettenanlagen. 

Bei der Kanalerneuerung im Bereich Am Festungsgraben, Seidelstraße und Marquard-Rantzau Straße konnte man die letzten Tage sehen, wie eine Uferbefestigung gemacht wird. Hochinteressant und wirklich toll geworden. Der Kanal ist längst in der Erde, zurzeit werden noch neue Stromleitungen verlegt, danach wird dann noch der Straßenbelag hergestellt. Insgesamt eine gelungene gemeinsame Maßnahme von Stadtentwässerung, Stadtverwaltung und Stadtwerke. Wäre auch schade wenn nicht, schließlich zeugt  schon der Name von gemeinsamem Handeln. 

Kanäle werden dieses Jahr noch in Butendiek saniert. Das gesamte Gebiet wurde untersucht und die Schäden bewertet. Die Kanäle in Butendiek sind noch nicht alt. Eine Erneuerung ist deshalb nicht wirtschaftlich, die Kanäle sind noch nicht abgeschrieben. Ein spezielles Konzept zeigt jetzt auf, wie mit Reparaturen und Inliner die Funktionalität der Kanäle gesichert werden kann, bis die Kanäle tatsächlich abgängig sind. Nach und nach werden wir dieses Konzept abarbeiten. In diesem Jahr werden wir uns auf die Hauptzufahrtstraßen Bürgermeister-Schinkel-Straße und Im Pling konzentrieren.  

Dieses Jahr wollen wir auch gerne noch mit der Optimierung der Pumpwerke weitermachen. Das Gebäude des Pumpwerkes am Fortuna-Bad wurde bereits saniert. Allerdings war das Zusammenspiel mit den anderen Pumpwerken noch nicht klar definiert. Jetzt steht fest, dass der südliche Stadtteil mit über dieses Pumpwerk entsorgt werden muss. Dafür ist es eigentlich nicht notwendig, dass das Pumpwerk am Jansenweg auch zum Pumpwerk Fortuna-Bad fördert. Das Pumpwerk am Jansenweg wird also zukünftig direkt zur Kläranlage fördern. Unter diesen Voraussetzungen können jetzt die Pumpen im Pumpwerk Fortuna-Bad richtig bemessen und erneuert werden. Die Ausschreibung ist schon erfolgt. Leider konnte für sich für ein Gewerk keine Firma begeistern. Infolgedessen wird sich die Maßnahme durch eine erneute Ausschreibung verzögern.  

Eine Folge der notwendigen Erneuerung der Pumpen im Pumpwerk Fortuna-Bad ist der Austausch der Pumpen im Pumpwerk am Jansenweg. Dieses Pumpwerk liegt zurückgezogen östlich des ehemaligen Eisenbahnausbesserungswerkes und förderte bisher zum Pumpwerk Fortuna-Bad. Berechnungen haben ergeben, dass es günstiger ist, wenn beide Pumpwerke direkt zur Kläranlage fördern. Folglich müssen die Pumpwerke gemeinsam saniert werden. Hierfür wird eine eigentlich geplante Sanierung eines Abschnittes der Druckrohrleitungen in der Straße Am Neuendeich zurückgestellt.  

Wir haben noch mehr Pumpwerke. Bei den Pumpwerken An der Chaussee (neben Skerswetat) und im Tegelgrund (neben Star-Tankstelle) ist schon länger ersichtlich, dass die beiden nicht wirklich zusammenarbeiten. Im Gegenteil, das eine lässt das andere nicht (fördern). Die Folge ist hoher Verschleiß und häufige Störungen. Also wurden umfangreiche Berechnungen durchgeführt um auch im Zusammenhang mit dem Pumpwerk in der Engelbrechtschen Wildnis herauszufinden, wie welches Pumpwerk optimal fördern kann. Denn Gegenanpumpen kostet Strom und fördert den Verschleiß. Auch hier wird das Pumpwerk Tegelgrund, welches bisher in das Pumpwerk An der Chaussee förderte, so umgebaut, dass es direkt in die Druckleitung fördern kann, die zum Klärwerk führt.  Der Abfluss des Regenwassers darf nicht außer Acht gelassen werden.

Das Schöpfwerk am Rhin  liegt am Ufer direkt an der Brücke neben dem Gelände der ehemaligen Feuerwehr der Papierfabrik. Das Regenwasser der Innenstadt läuft über den Sandfang neben der Feuerwache der Stadt (der Bauzaun unter der Trauerweide) im freien Auslauf in den Rhin. Bei hohem Wasserstand wird das Wasser über besagtes Schöpfwerk in den Rhin gepumpt. Sowohl der Sandfang als auch das Schöpfwerk müssen saniert werden.  

Und was machen wir nächstes Jahr?Wir sanieren die Kanalisation in der Kapaunenstraße. Eine Maßnahme die dem Sanierungsprogramm folgt. Dieses Jahr wird die Erneuerung der Leitungen geplant. Ein Ingenieurbüro wurde bereits beauftragt.  Wir halten Sie auf dem Laufenden. 

26.02.2007

Gebührenbescheide durch Verwaltungsgericht aufgehoben.  

Das Verwaltungsgericht Schleswig hat einige Bescheide über Schmutzwassergebühren für die Jahre 2003 bis 2005 aus formellen Gründen aufgehoben.  Überwiegend war die Einführung der Grundgebühr der Grund einiger Glückstädter Anlieger, gegen die Schmutzwassergebühr zu klagen. Die Grundgebühr war unter anderem auch Thema der mündlichen Verhandlung vor Gericht, das eigentliche Urteil und die damit vollzogene Aufhebung der Bescheide hat jedoch rein formale Gründe. 

In den Entscheidungsgründen ist zu lesen, dass die angefochtenen Bescheide formell rechtswidrig sind, weil sie nicht dem Zweckverband zugerechnet werden können.  Diese Zurechnung, die vom Landesverwaltungsgesetz gefordert wird, bedeutet sinngemäß, dass der Bescheid nicht nur erkennbar von der Stadtentwässerung Glückstadt erstellt werden muss, sondern dass auch die hierfür erforderlichen Einzelfallentscheidungen hinsichtlich der Höhe der Gebühr und dem Adressaten von dem Verbandsvorsteher der Stadtentwässerung erfolgen müssen.  

Die Schmutzwassergebühr berechnet sich nach dem Frischwasserverbrauch. Der Frischwasserverbrauch wird über die Wasserzähler der Stadtwerke Glückstadt GmbH ermittelt. Die Stadtwerke GmbH haben demzufolge die Kundendaten, die der Kunde angibt, wenn er die Wasserabnahme beantragt, und die Wasserverbrauchsdaten. Genau diese Daten werden auch für die Berechnung der Schmutzwassergebühr  benötigt. Jetzt ist es zum einen möglich, sich diese Daten von den Stadtwerken übermitteln zu lassen und auf Grundlage dieser Daten die Schmutzwassergebühr zu erheben. Oder man nutzt die vorhandene Struktur der Stadtwerke GmbH um von dort die Gebührenbescheide für die Schmutzwassergebühr erstellen zu lassen. Dann dienen die Stadtwerke Glückstadt als Verwaltungshelfer, auch dass ist zulässig. Dabei darf die Helferfunktion jedoch nicht soweit gehen, dass die Stadtwerke GmbH selbständig Entscheidungen für die Erhebung von Schmutzwassergebühren trifft. Genau das ist nach Ansicht des Gerichtes in Glückstadt jedoch der Fall.  

Praktisch genügt es demnach nicht am Jahresanfang die Erstellung der Gebührenbescheide für das vorangegangene Jahr zu kontrollieren, sondern jede Entscheidung wie z.B. die Aufnahme eines Neukunden, Bestimmung  des Bescheidadressaten, Zwischenerhebungen bei Umzügen oder Zählerwechsel und letztendlich jede Einzelerhebung einer Gebühr am Jahresende muss separat von der Stadtentwässerung Glückstadt getroffen werden und nicht gemeinsam mit den Entscheidungen zur Wasserabnahme von der Stadtwerke GmbH. 

Wie geht es jetzt weiter? 

Alle Gebührenbescheide, die durch das Gericht aufgehoben wurden, werden von der Stadtentwässerung hinsichtlich der Grundlagen überprüft und neu erstellt. Dadurch bleibt die Pflicht, die Gebühr zu zahlen, erhalten. Gegen diesen neuen Bescheid hat der Kunde dann die Möglichkeit, erneut zu widersprechen und nach Erhalt des Widerspruchsbescheides zu klagen.  Alle Gebührenbescheide für das Jahr 2006, gegen die Widerspruch erhoben wurde, werden aufgehoben. Den Widersprüchen wird stattgegeben. Nach erfolgter Überprüfung der Daten werden zeitgleich neue Gebührenbescheide in gleicher Höhe zugestellt. Auch hier bleibt zum einen die Pflicht, die Gebühr zu zahlen, bestehen, zum anderen hat der Kunde natürlich die Möglichkeit, dem neuen Bescheid zu widersprechen.  Über die laufende Gebührenerhebung im Jahre 2007 wird ein Konzept erarbeitet, welches garantiert, das die zukünftigen Gebührenbescheide dem Verbandsvorsteher der Stadtentwässerung Glückstadt eindeutig zuzurechnen sind.

 
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